Carrie Fisher - Wishful Drinking

Carrie Fisher - Wishful Drinking

„And sometimes life actually gives to you by taking away.“
— Carrie Fisher, Wishful Drinking

Klappentext:
Ihr Leben ist turbulenter als eine Daily Soap und tragischer als jeder Hollywood-Film: Als Tochter von Sänger Eddie Fisher und Schauspielerin Debbie Reynolds steht Carrie Fisher schon früh im Rampenlicht Hollywoods. Als sie zwei Jahre alt ist, verlässt ihr Vater die Familie für Elizabeth Taylor. Bereits als Zwölfjährige tritt sie am Broadway auf. Mit 19 spielt sie die Rolle der Prinzessin Leia in der Star Wars-Trilogie und wird über Nacht weltberühmt. Zu diesem Zeitpunkt ist sie bereits schwer alkohol- und drogenabhängig. Mit 24 Jahren wird bei ihr zudem eine manisch-depressive Störung diagnostiziert. Ihr zweiter Ehemann verlässt sie kurz nach der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter - für einen Mann. Wahnvorstellungen und Entzugsklinik folgen. Carrie Fisher erzählt unverblümt, sarkastisch und brüllend komisch von ihrer bizarren Kindheit zwischen berühmten Eltern und funkelndem Hollywood-Glamour, Schneckenfrisuren und Drogen, Alkohol und Elektroschock-Therapien.

Some thoughts on ... „Wishful Drinking“:
Es gibt wahrscheinlich kaum eine Biografie, die so ehrlich und so sarkastisch ist wie diese. Carrie Fisher beginnt ihr Buch mit „I heard someone once say that we're only as sick as our secrets. If that's true, then this book will go a long way to rendering me amazingly well.“ Und das ist genau das, was auf den kommenden 163 Seiten folgt - schonungslose Wahrheiten.

Carrie Fisher analysiert ihre Probleme im Leben auf unnachahmlich lustige und sarkastische Art und Weise, als wäre das schockierendste Erlebnis doch nur ein entspannter Spaziergang im Park. Was sie alles in ihren 52 Jahren (ihr Alter zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) erlebt hat, werde ich, soviel weiß ich bereits, niemals in meinem ganzen Leben erleben. Ich habe ihre Geschichte genossen und gleichzeitig hat sie mich, auf ihre provokative Art und Weise, von Seite zu Seite mehr und mehr schockiert.

Das diese Geschichte ursprünglich ein Stand Up Programm war, erklärt warum hier mit so viel Sarkasmus und Humor gearbeitet wird. Aber ich muss zugeben, nach einiger Zeit wird dies, in geschriebener Form, doch ab und an beim Lesen etwas überdrüssig. Es scheint als würde Carrie absolut gar nichts Ernst nehmen. Doch auch hierauf weiß sie eine kluge Antwort: "I have problems but problems don't have me". Eine weitere Sache, die mich leicht störte, ist, dass man zu einigen Geschichten gar keine Folgen erzählt bekommt, stattdessen wird einfach der nächste Schocker serviert.

Aber, ich muss zugeben, all dies kann ich ihr verzeihen, denn der Rest des Buches ist wirklich sehr gut geschrieben. Man schafft es als Leser tatsächlich in ihr Leben einzutreten und sie legt ihre Karten offen auf den Tisch. Außerdem, fand ich es sehr interessant mehr über ihre Sucht und psychischen Krankheiten zu erfahren und auch wie sie mit diesen umgegangen ist. Für alles, was sie sagt, hat sie weise Worte oder Zitate anderer bekannter weiser Personen. Zum Ende hin wird es dann auch nochmal richtig gut, da sie dann ernster wird, vor allem wenn es um ihre Tochter geht.

Mein Gesamteindruck:
Eine sehr ehrliche und unterhaltsame Biografie, die ich allen empfehlen würde, die Sarkasmus mögen und mehr über psychische Krankheiten und Sucht erfahren möchten.

Meine Bewertung:

Wishful Drinking
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