Colleen Hoover - Will & Layken

Colleen Hoover - Will & Layken

Manchmal müssen sich Menschen voneinander entfernen, um zu spüren, wie sehr sie einander brauchen.
— Colleen Hoover, Will & Layken
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Klappentext: Nach dem Unfalltod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück - drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…

Some thoughts on ... „Will & Layken“:
Auf die Geschichte von Will und Layken bin ich eigentlich durch Instagram aufmerksam geworden. Das Cover hat mich neugierig gemacht und nach den ganzen Thrillern, die ich in diesem Jahr bereits gelesen habe, empfand ich die Reihe als die perfekte Abwechslung. Die Geschichte ist sehr leicht aber mit viel Leidenschaft und Humor geschrieben und zeigt trotzdem auf wie schwer das Leben manchmal mit einem spielen kann - die erste Liebe, Seelenverwandtschaften und der Weg zum Erwachsenwerden werden in den drei Teilen von Will & Layken durchlaufen.
Da mich die Reihe leider nicht überzeugt hat und ich den dritten Teil auch nicht mehr zuende lesen konnte, was selten bei mir vorkommt, habe ich mich entschlossen die vollständige Reihe in einer Rezension kurz zusammenzufassen.
Layken zieht nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in eine neue Stadt und lernt am ersten Tag direkt Will kennen. Ihre ersten Eindrücke sind authentisch und glaubhaft aus Sicht eines Teenagers geschrieben, wodurch ich sehr schnell in der Geschichte drin bin und vor allem im ersten Teil der Reihe gespannt war, wie es mit ihr und Will weitergehen wird.
Teil 1 punktet vor allem durch die großartige Integration des Poetry Slams in die Geschichte. Spielerisch aber mit sehr viel Tiefe und Ehrlichkeit gestehen Will & Layken sich so ihre Gefühle.
Der zweite Teil füllt sich durch Konflikte und Hürden, die sich Will und Layken selbst stellen und die für mich nicht ganz nachzuvollziehen sind. Nach alldem was beide durchgemacht haben und wissen wie kurz das Leben sein kann, scheinen für mich die Streitereien eher Inhaltsfüller zu sein als das sie wirklich einen Sinn haben.
Laykens Mutter scheint nicht nur für Layken, sondern auch für Will eine wichtige Rolle gespielt zu haben. Ich verstehe nicht ganz warum dieser Lebensabschnitt von beiden im Buch komplett übersprungen und immer nur angerissen wird.
Der dritte Teil erzählt dann die Liebesgeschichte von Will & Layken aus Wills Sicht. Eigentlich eine sehr schöne Idee, aber mehr Informationen durch diesen neuen Blickwinkel habe ich nicht wirklich bekommen, weshalb ich das Buch irgendwann weglegen musste.

Was mir gefiel:
Oder auch mein Zuckerstück: Die Reihe zeigt durch die beiden Geschwister von WIll & Layken stark wie viel man von Kindern lernen kann. Gleichzeitig aber auch wie stark man selbstbestimmt ist - man entscheidet selbst glücklich zu sein und dass Tiefschläge nicht das Ende der Welt bedeuten sondern dich stärker machen und neue Chancen geben.  

Was mir fehlte:
Ab und an ist mir der Humor in diesem Buch zu stark inszeniert und hat mir oftmals die Situation und das Gefühl in diesen Momenten kaputt gemacht. Layken trifft es ziemlich hart im ersten Buch, so dass ich gespannt war wie man das noch in zwei weiteren Teilen "übertrumpfen" möchte. Ich bin leider enttäuscht worden.

Mein Gesamteindruck:
Will & Layken erzählt die Geschichte von der ersten großen Liebe und zwei Seelenverwandten. Für Teenager sicherlich die perfekte Buchreihe. Für mich verliert die Reihe nach dem ersten Teil. Die ganzen Streitereien, die das zweite Buch füllen, sind für mich nicht nachzuvollziehen. Den dritten Teil musste ich weglegen - den ersten Teil aus Wills Sicht zu lesen, hat mir nicht wirklich einen Mehrwert gegeben.

Meine Bewertung:

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