Frances Hodgson Burnett - Prinzessin Sara

Frances Hodgson Burnett - Prinzessin Sara

„Während ich meine Geschichten erzähle kommt mir alles ganz wirklich vor. Ich vergesse immer, dass ich mir die Sachen selbst ausdenke.“ - Sara
— Frances Hodgson Burnett, Prinzessin Sara
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Klappentext:
Sara Crewe ist die Tochter eines reichen englischen Kolonialoffiziers in Indien. Sie besitzt alles, was sich ein Mädchen in ihrem Alter wünschen kann: Kleider und Spielzeug in Hülle und Fülle, einen wachen Verstand und eine grenzenlose Fantasie. Als sie zehn Jahre alt ist, wird sie von ihrem Vater zur Erziehung in ein Internat nach England geschickt.
Die Trennung von dem geliebten Vater ist schmerzlich, doch Sara erträgt sie. Sie genießt im Internat eine Vorzugsstellung, ist Musterschülerin und Klassenbeste und wird von allen Mitschülerinnen auf Grund ihrer selbstbewußten, eigenwilligen Art und ihrer Ansprüche bald „Prinzessin“ genannt.
Das alles ändert sich schlagartig, als die Nachricht vom Tod des Vaters die Schule erreicht. Von heute auf morgen verliert Sara alle Vorrechte; sie wird vom Unterricht ausgeschlossen, muss alte, abgelegte Kleider tragen und in einer von Ratten wimmelnden Dachkammer wohnen. Vor allem aber ist sie den Schikanen der Schulleiterin, einer geldgierigen, gehässigen Person, hilflos ausgeliefert.
In dieser aussichtslosen Lage gelingt es Sara dank ihrer inneren Haltung, ihrer Fantasie, die ihr über vieles hinweg hilft, und mit Hilfe einiger treuer Freunde, erfolgreich gegen die Verzweiflung anzukämpfen. In ihrem Leid und ihrer Armut beweist sie, dass sie auch in ihrem Herzen eine „Prinzessin“ ist.

Some thoughts on ... „Prinzessin Sara“:
Prinzessin Sara ist für mich ein ganz besonderes Buch, denn es ist mein Lieblingsbuch aus meiner Kindheit. Neben den wunderschönen Illustrationen, die das Buch schmücken, ist auch die Geschichte selbst ein wahres Schmuckstück für mich. Denn sie hat so viele Facetten, so viele schöne Gedanken, die einem mitgegeben werden, dass das Buch immer noch ein Teil meines Bücherregals ist und ich es auch jetzt noch immer gern heraushole und durchblättere.
Was macht also dieses Buch so besonders? Es ist die Beziehung zu ihrem Vater, der seiner 7-jährigen Tochter blind vertraut und sie abgöttisch liebt. Es ist die Suche nach Emily, ihrer besten Freundin - eine Puppe, die sie bis zum Ende treu begleitet. Es ist die Neugierde und Liebe zum Leben, die sich in der Fantasie und Optimismus von Sara widerspiegeln.
Aber nicht nur Sara macht diese Geschichte so besonders, sondern auch die verschiedenen Persönlichkeiten, die sie durch dieses Buch begleiten. Ob Irmingard - das kleine „Pummelchen“ - die nicht genau weiß, was das Leben ihr bietet und welchen Platz sie dort einnehmen soll. Oder Lottie - „das verzärtelte Schoßtier“ - die Sara als ihre Adoptivmutter ansieht. Und dann natürlich Becky - das Küchenmädchen - die Sara vergöttert und der neue Türen durch die Freundschaft mit ihr geöffnet werden.
Auch in dem Moment, in dem Sara alles verliert, verliert sie nicht den Glauben in das Leben, stellt andere vor sich und gibt sich selbst Hoffnung durch die Geschichten, die sie sich selbst ausdenkt.

Was mir besonders gefiel:
Detailtreue Illustrationen, die sich perfekt in die Geschichte integrieren und zum Träumen anregen, ob jung oder alt, denn in jedem von uns schlummert eine „Prinzessin Sara“.

Was mir fehlte:
Allein der Punkt, dass ich dieses Buch öfters rausholen sollte.

Mein Gesamteindruck:
Ein Buch, das keinem Kind vorenthalten werden sollte, denn es inspiriert, regt zum Träumen an und zeigt, dass man alles erreichen kann, wenn man nur ganz fest dran glaubt.

Meine Bewertung:

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