Sebastian Fitzek - Noah

Sebastian Fitzek - Noah

„... Als in Deutschland vor Jahren das Wirtschaftswachstum zu sinken drohte, forderte die damalige Kanzlerin die Bevölkerung dazu auf, ihre noch fahrtüchtigen Autos in die Schrottpresse zu fahren. Bürger eines der reichsten Länder der Welt, bekamen Geld ausgezahlt, eine sogenannte Abwrackprämie, und zwar dafür, dass sie Rohstoffe vernichteten, um mit dem Kauf eines neuen Autos weitere Rohstoffe zu verbrauchen, während in den ärmsten Ländern der Welt die Kinder verhungern, weil es an Sprit und Transportfahrzeugen für die Hilfsgüter fehlt.“
— Sebastian Fitzek, Noah
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Klappentext:
Er kennt seinen Namen nicht. Er hat keine Ahnung, woher er kommt. Er kann sich nicht erinnern, warum er in Berlin ist, seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah: Dieser Name ist in seinen rechten Handballen tätowiert. Für Noah wird die Suche nach seiner Identität zu einem Alptraum. Denn wie es scheint, ist er das wesentliche Schlüsselelement einer globalen Verschwörung, die bereits zehntausende Opfer gefordert hat und nun die gesamte Menschheit bedroht...

Some thoughts on ... „Noah“:
Auf Noah bin ich eigentlich nur gekommen, weil ich mich diesen Urlaub sehr schwer getan habe zu entscheiden, welches Buch ich mitnehmen soll. Also habe ich einfach keins mitgenommen und mir ist glücklicherweise Noah von Sebastian Fitzek in die Hände gefallen. Nachdem ich schon absolut begeistert von Abgeschnitten und dem Augensammler war, war somit die Entscheidung gefallen.
Von Beginn an hat mich die Geschichte sehr an die Bourne Identität erinnert und bis dato habe ich ehrlicherweise auch noch nie einen Action-Thriller gelesen. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass es nicht mein Letzter sein wird.
Mich hat das Buch von Beginn an gepackt, denn es lebt von politischen Fakten - Fakten, die geradezu aktuell sind und zum Nachdenken anregen. Für mich war es vor allem ein seltsames Gefühl, weil zum Zeitpunkt, als ich es gelesen habe, gerade die großen Unruhen in Hamburg im Rahmen des G20 Gipfels stattfanden. Einem Treffen, indem die zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, sowie Vertreter internationaler wirtschafts- und handelspolitischer Organisationen aufeinandertreffen. Eine seltsame Situation, die ab und an erschreckend nah an „Noah“ dran war, für mich schon fast zu nah.
Deswegen tat es sehr gut zu sehen, wie sich in all der Action eine tiefe Freundschaft zwischen Noah und seinem Retter dem heimatlosen, großherzigen Träumer Oscar entwickelt hat.
Die Handlungsstränge sind überraschend, ebenso wie die Auflösung wer Noah tatsächlich ist. Leider muss ich gestehen, das mir das Ende teilweise eine Nummer zu „bunt“ war, aber dieser Eindruck soll nicht daran hindern das Buch zu lesen.

Was mir besonders gefiel:
Die Story hat mich von Beginn an gepackt und ich mochte die etwas andere Geschichte zu meinen bisher gelesenen Thrillern. Ein besonderes Highlight war für mich die Freundschaft von Noah und Oscar.

Was mir fehlte:
Mir fehlte der durchgehende Nervenkitzel, den ich sonst bei allen Fitzek-Büchern gespürt habe und durch den man ab und an einfach nur den Atem anhalten muss.

Mein Gesamteindruck:
Eine spannende Geschichte mit interessanten Auflösungen und Wendungen. Etwas anders, als die bisherigen Thriller von Fitzek, aber ein Buch, was zum Nachdenken anregt.

Meine Bewertung:

Noah
EUR 10,90
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