Graeme Simsion - Das Rosie-Projekt

Graeme Simsion - Das Rosie-Projekt

„Wenn du jemanden wirklich liebst, musst du gewillt sein, ihn so anzunehmen, wie er ist.“
— Graeme Simsion, Das Rosie-Projekt

Klappentext:
Don Tillman will heiraten. Allerdings findet er menschliche Beziehungen oft höchst verwirrend und irrational. Was tun? Don entwickelt das Ehefrau-Projekt: Mit einem 16-seitigen Fragebogen will er auf wissenschaftlich exakte Weise die ideale Frau finden. Also keine, die raucht, trinkt, unpünktlich oder Veganerin ist. Und dann kommt Rosie. Unpünktlich, Barkeeperin, Raucherin. Offensichtlich ungeeignet. Aber Rosie verfolgt ihr eigenes Projekt: Sie sucht ihren biologischen Vater. Dafür braucht sie Dons Kenntnisse als Genetiker. Ohne recht zu verstehen, wie ihm geschieht, lernt Don staunend die Welt jenseits beweisbarer Fakten kennen und stellt fest: Gefühle haben ihre eigene Logik.

Some thoughts on ... „Das Rosie-Projekt“:
Aylin

Das Rosie-Projekt wurde mir von Marie empfohlen, als ich mal wieder auf der Suche nach einer erfrischenden Abwechslung war. Meistens brauche ich nach ein paar gelesenen Krimis & Thrillern etwas leichtes Romantisches. „Das Rosie-Projekt“ war aber viel mehr als das für mich, denn es ist eine außergewöhnlich komische Liebesgeschichte die seinesgleichen sucht. 

Eine Sache, die mich immer wieder zum Lachen bringt im Leben, ist Situationskomik. Ich liebe es über bizarre Zufälle zu lachen zu denen gerade Don, der Protagonist, neigt. Mehrmals habe ich lautstark losgelacht, weil die Situation einfach zum Schreien war. Einmal musste ich sogar 5 Minuten Tränen lachen und konnte mich nicht mehr einkriegen. Simsion hat ein großes Talent dafür Komik über Worte zu transportieren. Er beschreibt die Situationen mit einer solchen Genauigkeit und Trockenheit, das man nicht anders kann als es sich bildlich vor Augen zu führen und loszuprusten. 

Sein Schreibstil hat mir ebenfalls unheimlich gut gefallen. Don drückt sich in einer sehr rational sonderbaren Sprache aus, die sehr eigentümlich ist, aber perfekt zu seinem Charakter passt. Die Geschichte entfaltet sich dramaturgisch langsam und ich habe ein paar Kapitel gebraucht bis ich vollkommen in der Story war, aber sobald das passierte habe ich es in einem durchgelesen und nicht mehr weggelegen können.

Marie
Ich liebe Bücher, die mich morgens um 8 Uhr in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, laut zum Lachen bringen. „Das Rosie-Projekt“ ist eins davon. 

Don Tillman ist der Typ Mann, der weit davon entfernt ist, die Grundkenntnisse des sozialen Lebens zu beherrschen. Aber gerade das macht ihn aus und für den Leser umso amüsanter und sympathischer. Sein Wesen hat mich total an die Rolle des Sheldon Cooper aus „The Big Bang Theory“ erinnert. Es gibt viele Parallelen zwischen den beiden Figuren: das Verlangen nach einem strikten Wochen- und Zeitplan, die Pingeligkeit, das Problem anderen Menschen nah zu sein ... Ich musste beim Lesen schmunzeln, weil ich mir vorstellen kann, dass Sheldon selbst auf die Idee gekommen wäre so ein Ehefrau-Projekt ins Leben zu rufen, hätte er in der Serie nicht Amy gefunden.

„Das Rosie-Projekt“ ist für mich ein leichtes amüsantes Buch für Tage am Strand oder auch ein idealer Stimmungsaufheller, wenn man mal nicht so gut drauf ist. In meinen Augen absolut empfehlenswert!

Unser Gesamteindruck:
Äußert lustiger Liebesroman, der einen lautstark Lachen lässt und einem ein gutes Gefühl gibt. Absolutes Lesevergnügen.

Unsere Bewertung:

Michael Connelly - Der Widersacher

Michael Connelly - Der Widersacher

Cheryl Strayed - Der große Trip

Cheryl Strayed - Der große Trip