Cheryl Strayed - Der große Trip

Cheryl Strayed - Der große Trip

„I’m a free spirit who never had the balls to be free.“
— Cheryl Strayed, Der große Trip

Klappentext:
„Die Frau mit dem Loch im Herzen, das war ich.“ Gerade 26 geworden, hat Cheryl Strayed das Gefühl, alles verloren zu haben. Drogen und Männer trösten sie über den Tod ihrer Mutter und das Scheitern ihrer Ehe hinweg. Als ihr ein Outdoor-Führer über den Pacific Crest Trail in die Hände fällt, trifft sie die folgenreichste Entscheidung ihres Lebens: die mehr als tausend Meilen des Pacific Crest Trail zu wandern, durch die Wüsten Kaliforniens, über die eisigen Höhen der Sierra Nevada, durch die Wälder Oregons bis zur „Brücke der Götter“ im Bundesstaat Washington – allein, ohne Erfahrungen und mit einem Rucksack auf dem Rücken, den sie „Monster“ nennt. Die berührende Geschichte einer Selbstfindung – voller Witz, Weisheit und Intensität, mit einer respektlosen Heldin, die man lieben muss.

Some thoughts on ... „Der große Trip“:
Ich bin mit Sicherheit eine der letzten Personen, die dieses Buch gelesen haben, nachdem es vor 4 Jahren ein internationaler Bestseller war und vor 2 Jahren als Blockbuster verfilmt wurde. Letzteres war auch der Grund, weshalb ich mich dazu entschlossen habe das Buch zu lesen. Der Film hat mich berührt und ich hatte das Gefühl es gibt noch weitaus mehr zu erfahren, das in 120 Minuten nicht untergebracht werden konnten.

„Der große Trip“ ist die bittere, aber auch wunderschöne und mächtige Geschichte einer verlorenen Frau auf ihrem schmerzhaften und steinigen Weg zur Selbstfindung und ultimativ zur Selbstheilung. Cheryl Strayed beschreibt die Monate auf dem Pacific Crest Trail so detailgetreu, als ob sie soeben von der Reise nach Hause gekommen wäre, ihre Schuhe abgestreift hätte und angefangen hätte zu schreiben. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall, denn sie war vor über 20 Jahren auf dem Wanderpfad und hat durch eine Sammlung an Tagebucheinträgen und ihren Erinnerungen eine unfassbar lebhafte Geschichte zusammengetragen. Schon fast zu genau gibt sie jede noch so kleine Unterhaltung wieder, das man munkeln könnte, sie hätte das ein oder andere hinzugedichtet.

Aber durch ihre detailgenaue Wiedergabe der Ereignisse erlaubt sie dem Leser vollkommen in die Geschichte einzutauchen, so als würde er selbst diesen Trip auf sich nehmen. Nur dadurch gewährt sie uns Einblick in ihr Abendteuer, ihre Ängste und ihre Gefühle.

Besonders gut gelungen fand ich die Rückblenden, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Diese klären den Leser langsam auf über Cheryls schmerzhafte Vergangenheit und letztendlich ihren Grund für die mutige und dennoch verzweifelte Reise. Je näher wir der Ursache kommen desto näher gelangt Cheryl an eine Art der Selbstheilung.

Alles in allem ist „Der große Trip“ eine packende Geschichte und ein außergewöhnlich mutiges Abendteuer. Ab und an empfand ich die Erzählungen etwas zu lang und ausschweifend, aber dennoch gibt einem das Buch nochmal einen deutlicheren Einblick in Cheryls Leben als der Film.

Mein Gesamteindruck:
Interessante und vor allem besondere Autobiografie über eine starke Frau. Teilweise mit ein paar Längen, aber dennoch lesenswert.

Meine Bewertung:

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