Gillian Flynn - Broken House

Gillian Flynn - Broken House

„People are dumb. I’ll never get over how dumb people are.“
— Gillian Flynn, Broken House

Klappentext:
Die junge Nerdy hatte es bislang nicht leicht im Leben und bestreitet ihren Lebensunterhalt mit Wahrsagerei und sexuellen Dienstleistungen. Sie verdient nicht schlecht – meistens erzählt sie den Leuten genau das, was sie hören wollen. Bis sie Susan Burke trifft. Susan lebt in Carterhook Manor, einem alten viktorianischen Haus aus dem Jahr 1893, zusammen mit ihrem Mann, ihrem Sohn und ihrem Stiefsohn Miles. Susan ist völlig verängstigt, denn sie ist davon überzeugt, dass ein böser Geist von Haus und Stiefsohn Besitz ergriffen hat. Nerdy soll kommen und das Haus davon befreien. Die junge Frau glaubt weder an Geister noch an sonstige übernatürliche Dinge, aber hier bietet sich die Chance, sehr viel Geld zu verdienen. Aber als sie das Haus zum ersten Mal betritt und auch Miles trifft, fühlt sie es auch: Hier spukt kein Geist, hier lauert etwas Anderes. Etwas absolut Böses. Etwas, das töten will.

Some thoughts on ... „Broken House“:
Als ich herausfand, dass meine Lieblingsautorin Gillian Flynn für eine Kurzgeschichte einen Preis abgeräumt hat, wusste ich, dass ich diese Geschichte lesen muss. 

Da der Thriller nur 64 Seiten hat versteht sich von selbst, dass die Geschichte sehr schnell gelesen ist. Bei mir hat es allerdings zwei Tage gedauert, da ich Horrorgeschichten leider nicht wirklich genießen kann. Meistens gruseln sie mich bereits auf dem Klappentext und ich brauche immer wieder etwas Abstand vom Lesen. Also wird es euch wahrscheinlich nicht überraschen, dass ich eigentlich eher durch Zufall auf dieses Buch gestoßen bin. Abgelenkt durch meine Begeisterung ein weiteres Werk von Gillian Flynn lesen zu können, habe ich mir nicht den Klappentext durchgelesen, sondern bin direkt in die Geschichte eingetaucht. Von dem Horror der sich aufgetan hat, wurde ich demnach total überrumpelt. 

Der Anfang startet sogar noch recht unschuldig, aber doch irgendwie ungewöhnlich. Alles ist etwas seltsam und leicht verstörend, wie zum Beispiel die berufliche Tätigkeit der jungen Nerdy, die mit sexuellen Dienstleistungen und Wahrsagerei ihr Geld verdient. Dennoch schleicht sich der Horror relativ schnell in die Geschichte ein und lässt einen, oder mich zumindest, nicht mehr los. Zumindest so, dass ich „Broken House“ nur morgens lesen konnte und nicht am Abend (obwohl ich sonst gern bis spät in die Nacht lese).

Nichtsdestotrotz ist das Ende äußerst pikant und brillant. Man merkt, dass die Geschichte von Gillian Flynn stammt, weil einfach alles perfekt zueinander passt. Und in nur 64 Seiten schafft es die Autorin so viele Details und Inhalte zu verstecken, dass jeder Satz seinen Zweck erfüllt - wirklich gelungen! Kein Wunder also, dass sie mit dieser Geschichte den Wettbewerb gewann.

Mein Gesamteindruck:
Eine schreckliche und gleichzeitig brillante Geschichte auf nur 64 Seiten. Lesen würde ich nur tagsüber empfehlen.

Meine Bewertung:

Lauren Graham - Someday Someday, Maybe

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Emma Donoghue - Raum

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