Dan Bucatinsky - Does this baby make me look straight?

Dan Bucatinsky - Does this baby make me look straight?

„I have no real interest in being a political activist. (...) My life is political by its very nature, and I have to be ready to defend my rights and freedoms at any given moment.“
— Dan Bucatinsky, Does This Baby Make Me Look Straight?

Klappentext:
2005 finden Dan Bucatinsky und sein Partner sich, eingepackt von Kopf bis Fuß in Schutzkleidung, in L.A. in einem Kreissaal wieder, um ihre Adoptivtochter willkommen zu heißen. Zweieinhalb Jahre später, bringt die gleiche leibliche Mutter einen Sohn für das Paar zur Welt. In seinem Buch „Does this baby make me look straight?“ wechselt Bucatinsky geschickt zwischen verblüffenden Geschichten über Kinder und wo sie überall ihre Finger reinstecken, hin zu Geschichten über die Erkenntnis, dass der eigene Sohn vermutlich nicht schwul ist, bis hin zum Verlust seines eigenen Vaters, wo er doch gerade selbst erst einer geworden ist. Bucatinskys herzzerreißende und ehrliche Autobiografie erzählt die sehr menschliche Sehnsucht danach Vater zu werden und überzeugt mit lustigen Anekdoten darüber, wie sehr sich das Leben durch ein Kind verändert und wie absurd der Weg dorthin manchmal sein kann. 

Some thoughts on ... „Does this baby make me look straight?“:
Ehrlicherweise hatte ich zuvor noch nie etwas von Dan Bucatinsky gehört und bin eigentlich nur auf ihn und sein Buch gestoßen durch Lauren Grahams Autobiografie „Talking as fast as I can“. Da sie seinen Humor hoch gelobt hatte, habe ich gedacht es würde nicht schaden eine Leseprobe auszutesten. Und ehe ich mich versah hatte ich das komplette Buch verschlungen, denn Dans absolut erfrischende und ehrliche Art fand ich überraschend unterhaltsam.

Seine Autobiografie ist voll mit lustigen und ja manchmal auch komischen Anekdoten, die euch überraschen könnten. Er erzählt offen von seinem Leben und seinem persönlichen Kampf als homosexueller Mann endlich Vater sein zu können. Er spricht auch über seinen gescheiterten Versuch ein homosexuelles Leben zu führen, oder über die Zeit als er in der Schule gemobbt wurde und über die Konflikte, die er bewältigen musste, als er sich outete.

Der Schreibstil ist locker und liest sich sehr schnell. Dan springt oftmals zwischen Erzählungen und er folgt nicht immer einer chronologischen Reihenfolge, weshalb der Leser erst später das Ende einer Geschichte erfährt. Das macht es aber tatsächlich spannend.

Alles in allem, ist dieses Buch, trotz seiner Rückschläge, eine Geschichte über die Liebe und die Suche nach dem, was das Richtige für einen selbst ist.

Übrigens: Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, habe ich Dan Bucatinsky das erste Mal gegoogelt und war überrascht, dass er gemeinsam mit Lisa Kudrow „Web Therapy“ entwickelt hat - eine absolut sehenswerte und lustige Serie über eine desinteressierte Psychiaterin die in 5-minütigen Video-Call-Sessions ihre Patienten abfrühstück, damit sie ihr Gejammer nicht live ertragen muss. Außerdem hat er auch als Drehbuchautor für eine meiner Lieblingshows gearbeitet: „Grey's Anatomy“, während sein Partner Don den traurigsten Film aller Zeiten geschreiben hat: „Marley und ich“.

Mein Gesamteindruck:
Absolut interessante, lustige und ehrliche Geschichte über das Leben und das Elternsein in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Ich empfehle jedem das Buch, der Lust hat auch mal Einblicke in ein anderes Leben zu bekommen.

Meine Bewertung:

Lauren Graham - Talking as Fast as I Can

Lauren Graham - Talking as Fast as I Can

Lauren Graham - Someday Someday, Maybe

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